Indiomarkt in Huaraz  Huaraz, 3060 m - Plaza de Armas

 Peru - Trekking rund um den Alpamayo und Huascaran , Nevado Pisco, 5760 m und Nevado Chachani, 6076 m.

1. Tag - Nürnberg - Amsterdam - Lima - 26.7.01
Nach 15 stündigem Flug landen wir pünktlich um 18.30 in Lima. Ein Taxifahrer mit unserem Namensschild wartet bereits und bringt uns ins vorher reservierte Hotel Kamana mitten in der City.

2. Tag - Lima - Huaraz - 27.7.01
Gegen 10 Uhr gehts mit dem Taxi zum Busbahnhof. Gut zwei Stunden zuckelt der Bus durch die Slums und Vororte von Lima auf der "Panamericana" Richtung Norden. Allmählich schlängelt sich die Strasse zum Conacocha Pass hinauf. Um 18.15 erreichen wir Huaraz, 3060 m. Es ist bereits dunkel. Maruja von "Colonia Adventure" hat uns gleich erkannt und bringt uns mit einem Kleinbus ins Hostal Colonia. Maruja warnt uns vor, heute findet bei ihr im Haus eine Party statt und dass es sehr laut werden könnte. Die Party geht bis 4 Uhr morgens und an Schlaf ist nicht zu denken.

3. Tag - Huaraz - 28.7.01
Etwas gerädert beginnt der erste Tag in Huaraz. Der Himmel ist leicht bewölkt. Wir schlendern durch die Stadt, die "Luzie" rauf und runter. Nachmittags verschlechtert sich das Wetter. Im Restaurant "Monte Rosa" essen wir Pizza für 22 Soles (DM 13.-). Huaraz ist ganz schön teuer geworden!

4. Tag - Huaraz- 29.7.01
Bestens ausgeruht lernen wir heute beim Frühstück Marujas Brüder kennen. Beide leben und arbeiten in der Schweiz. Wir bezahlen für unser Trekking US $ 30 pro Tag und Person. US $ 480 für 15 Tage, wie übers Internet vereinbart. Martin unser Koch /Guide wird uns vorgestellt. Ein symatischer junger Mann!
Zur besseren Akklimatisation wandern wir heute noch zu den Ruinen von Willcawain. Über schöne Indiodörfer erreichen wir in einer weiteren Stunde die Thermalbäder von Monterrey. Mit dem Bus fahren wir zurück nach Huaraz.

5. Tag - Huaraz - Ausflug zum Pastoruri Gletscher - 30.7.01
Ein weiterer Akklimatisationsausflug führt uns zum Pastoruri Gletscher und zu den riesig, grossen Puya Raimondi Pflanzen. Vier Stunden dauert die Fahrt auf eine Höhe von 4800 m. Zum Gletscheranfang ist es noch eine Stunde zu Fuss. Ingrid nützt die Alternative und reitet zu Pferd. Marga und ich steigen noch langsam bis 5000 m. Das Wetter ist okay. Jeans und Faserpelz reichen aus.

6. Tag - Fahrt nach Hualcallan - Aufstieg zu Camp, 3850 m, 3 Std. - 31.7.01
Um 7.30 Uhr geht es los. Der Kleinbus ist bereits fertig gepackt. Wir verlassen die Stadt Richtung Norden, den Rio Santa flussabwärts, vorbei an den Gipfeln von Huandoy, 6356 m und Huascaran, 6768 m, dem höchsten Berg Perus. Über teilweise abenteuerliche Wege erreichen wir nach 4 Stunden den Ort Hualcallan, ca. 3100 m. Unser Arriero Ambrosio wartet bereits. 2 Maultiere und 5 Esel tragen unsere Küche und Ausrüstung. Neugierig werden wir von den Kindern beobachtet - was die nur alles so zum Einpacken haben! Nach dem die Tiere beladen wurden steigen wir noch 3 Std. auf, Richtung Cullicocha. Unser Lagerplatz ist eine Hochalm, 3850 m mit Wasser und schöner Aussicht auf die Dörfer im Rio Santa Tal.

7. Tag - Aufstieg zur Lag. Cullicocha, 4625 m, 3.5 Std. - 01.8.01
Wir überlaufen den Lagerplatz Huichas auf 4200 m und übernachten gleich an der Lagune Cullicocha. Mehrere Seen liegen hier in Terrassen übereinander, dahinter erhebt sich das Dreigestirn der 6000 m hohen St. Cruz Gruppe. Ein Traumplatz!

8. Tag - Über Cullicocha Pass - Osuriri Pass - Camp, 4080 m, 5 Std. - 02.8.01
Heute überschreiten wir den 4850 m hohen Cullicocha Pass. Ingrid hat es arg erwischt: Kopfweh, Bauchweh und Hexenschuss. Sie schleppt sich aber tapfer weiter. Nach einer Stunde Abstieg kommt ein möglicher Lagerplatz auf 4650 m mit Quelle. Er liegt zwischen den beiden Pässen. Wir überschreiten noch den Osuriri-Pass, 4665 m. Um 14.30 Uhr steht unser Camp im Talgrund am Fluss, 4080 m. Nachts angenehme 2 Grad im Zelt.

9. Tag - Zum Basecamp Alpamayo, 4490 m, 3 Std. - 03.8.01
Auf einem Panorama - Weg mit besten Ausblicken auf den Alpamayo, blühenden Lupinen und Ruinen aus der Vor-Inka-Zeit spazieren wir in 2.5 Std. zum Lagerplatz Cruze Alpamayo, 4150 m. Wir warten wie abgesprochen auf unsere Mannschaft. Martin und Ambrosio laden aber gleich die Esel ab - wir sind etwas verärgert und sie müssen nochmals aufladen, da wir noch bis zum BC Alpamayo weitergehen möchten.
Hinter einer grossen Moräne verbirgt sich die Laguna Jancarurish. Die Esel sind etwas voraus, da passiert es. Im steilen Gelände stürzt ein Esel ca. 150 hm ab. Die Packkisten und die Lebensmittel sind über den ganzen Hang verteilt. Wir denken er ist tot. Ambrosio geht hinunter. Wider Erwarten kommen beide nach einiger Zeit den Hang hoch. Unser Esel schaut etwas langsam, hat aber ausser ein paar Schürfwunden keine grösseren Verletzungen. Wir sind erleichtert und gehen noch 15 Min. zum Camp. Es ist ein herrlicher Platz vor der Ostflanke des Nevado Santa Cruz, 6259 m. Die Sicht auf den Alpamayo ist von hier leider nicht möglich. Die Nacht war richtig kalt, ich habe den Schlafsack zum ersten Mal zugemacht.

10. Tag - Zum Camp Cruz Alpamayo, 4150 m, 1 Std. - 04.8.01
Wir steigen heute eine Stunde zum Lager Cruz Alpamayo ab, der Rest ist Ruhetag. Wir hoffen, dass sich Ingrid hier ein wenig erholt um die nächsten Tage durchzuhalten. Von hier aus hat man den besten Blick auf den Alpamayo und wir geniessen den Sonnenuntergang.

 Lag. Cullicocha - Blick auf Santa Cruz Gruppe, 6259 m  Alpamayo, 5800 m

11. Tag - Über Caracara Pass, 4830 m nach Huillca, 4050 m, 8 Std. - 05.8.01
Der Tag beginnt mit einer harmlosen Flussüberquerung. Zum Caracara Pass sind es dann 2.5 Std. Das Wetter ist super, nur sehr windig. Talabwärts gelangen wir in ein sumpfiges Hochtal. Die Landschaft mit den weiten, sanften Grashügeln erinnert an Schottland. Wir verlaufen uns noch vor dem zweiten Pass, aber Martin kommt schon angerannt, um uns auf den richtigen Weg zu bringen. Um 15.30 Uhr treffen wir in Huillca ein. Ein verlassenes Haus am Zusammenfluss von drei Tälern. Eine Gruppe von Peruanern kam zum Sonntagsausflug hier herauf und bereitet gerade ihren Grill vor. Wir bekommen jede Menge Fleisch und Pisco. Sie bestaunen unsere Zelte. Von beiden Seiten werden Erinnerungsfotos gemacht und wir haben viel Spass miteinander.

12. Tag - Über Pucajirca Pass nach Pishgopampa, 3500 m, 7 Std. - 06.8.01
Von Huillca steigen wir steil bergauf in 2, 5 Std. zum Pucajirca Pass, 4550 m. Eine englische Beschreibung bezeichnet den Weg: "The climb was a killer". So schlimm war es dann aber nicht. Nun folgt ein langer Abstieg durch mannshohe, blühende Lupinen-felder, vorbei an der Lagune Sefuna. Die Landschaft beginnt grüner und fruchtbarer zu werden. Auf dem weiten, sumpfigen Talboden weiden Pferde, Kühe und Schafe. Unser Camp steht am Nachmittag in der Nähe von Pishgopampa. Bis wir unsere Zelte aufgebaut haben sind wir von ca. 15-20 neugierigen Kindern umringt. Bis in die Dunkel-heit spielen, malen und lachen wir zusammen.

13. Tag - Über Tupatupa Pass - Lag. Huecracocha, 3900 m, 8 Std. - 07.8.01
Durch die vielen Feldwege zwischen den einzelnen Dörfern ist der Weg zum Tupatupa Pass schwer zu finden. Wir verlaufen uns einige Male, finden aber immer wieder freundliche Campesinos die uns den Weg zeigen. Schier endlos zieht sich heute der Anstieg! Kurz vor dem Pass holen uns Martin, Ambrosio und die Esel ein. Ein Esel will heute überhaupt nicht mehr laufen. Nur mit Mühe schleppt er sich zum Pass. Über Almgelände geht es bis zur Talsohle auf ca. 3800 m hinunter. Das Wetter ist wechselhaft, mal Wolken, mal Sonne. Bevor wir die Lagune Huecracocha erreichen bleibt unsere "Purzelesel" noch in einem Sumpfloch stecken. Zu fünft schieben und ziehen wir ihn mit Mühe raus.

14. Tag - Über Alto de Purcaraju - Huaripampa, 3800 m, 7 Std. - 08.8.01
Nachts hat es zum ersten Mal geregnet. Früh packen wir alles sehr nass ein. Von der Passhöhe, 4650 m soll man einen einen tollen Blick auf den Nevado Taulliraju, die beiden Chacraraju-Gipfel, die Pucahirca-Gipfel, die Pyramide de Garcilaso und den Nevado de Paron haben. Wir stehen jedoch im Nebel und es nieselt. Treffen hier auf eine Gruppe von Engländern und scherzen: typisch "britisches Wetter". Im Huaripampa -Tal gibt es schon vorbereitete Lagerplätze mit Klohäuschen (die jedoch kaputt sind!). Bis zum Lagerplatz wird es eine nasse Angelegenheit durch feuchtes Gras und Sumpfpfützen. Heute ist es richtig voll auf dem Lagerplatz. Das Wetter bessert sich. Haben abends herrliche Ausblicke auf den Osuri Gletscher.

15. Tag - Nach Colcapampa, 3300 m, 3 Std. - 09.8.01
Eine sternklare kalte Nacht - das Aussenzelt ist gefroren. Durch das Huaripampa Tal geht es weiter leicht abwärts. Über uns ragt der felsige Gipfel des Chacraraju in den Himmel. Die Landschaft, die Dörfer und die Felder erinnen an Nepal. Drei Stunden trekken wir nach Colcabamba und lagern direkt auf dem Fussballplatz gegenüber der Kirche. Hier gibt es die einzigen 2 Läden auf unserer Runde.

 Aufsteig zum Cullicocha Pass, 4750 m  Martin unser Guide undKoch

16. Tag - Colcapampa zum Molina Camp, 3560 m, 3.5 Std. - 10.8.01
Wir verlassen Colcapampa um 8 Uhr, wandern durch zahlreiche Gehöfte und fragen immer wieder nach dem Weg, da dieser nicht so eindeutig ist. Von einer Schotter-strasse, die nach Yanama führt, geht der Abzweig ins Ulta-Tal. 20 Min. nach dem wir abgebogen sind, lassen wir uns auf einem schönen Lagerplatz bei einer Ruine nieder. Wir machen Brotzeit, waschen uns am nahen Bach und sitzen in der Sonne. Es kommen noch 2 Deutsche mit einem Träger. Er kostet US $ 23 pro Tag inkl. Verpflegung und Zelt. Abends gibt es unser zweites Hühnchen.

17. Tag - Über Yanajacu Pass,4850 m - Camp Lag., 6.5 Std. - 11.8.01
Superwetter. Heute soll es nur bis zu den beiden Lagunen unterhalb des Passes hochgehen. Die gewaltigen Gletscherabbrüche des Contrahierbas bilden eine faszinierende Kulisse auf unserem Weg. Bei den Lagunen überholen uns Martin, Ambrosio und die Esel und steigen immer weiter hoch. Die Tagesabsprache war heute sehr dürftig. So stehen wir etwas verdutzt, nach einer ausgesetzten Querung, am Yanajacu-Pass. Nur gut, dass die Tragtiere voraus sind, wenn hier einer abstürzt bleibt nicht mehr viel übrig. Die ersten 100 hm des Abstiegs verlangen nochmals grosse Vorsicht, dann ist noch ein Schneefeld zu queren. Unten sehen wir schon den Lagerplatz, die Lagune Yanajacu, 4570 m im Hintergrund der Chopicalqui, 6345 m. Ein grandioses Panorama!

18. Tag - Vom Ulta Tal zum BC - Nev. Pisco, 4000 m - 12.8.01
Heute ist unserer letzter Trekkingtag. In zwei Stunden schlendern wir zur Passstrasse im Ulta Valley. Bei einer verlassenen Ruine warten wir auf den Kleinbus von Maruja, der uns abholen und ins Llanganuco Tal zum Ausgangspunkt für den Nevado Pisco bringen soll. Wir verabschieden uns von Ambrosio und den Tieren. Am frühen Nachmittag kommt Maruja mit dem Bus. Wir fahren hinunter ins Tal, vorbei an den Llanganucoseen, zum Basislager des Nevado Pisco auf 4000 m. Es ist schon dunkel, als wir unsere beiden Zelte aufstellen.

 Aufstieg zum Hochlager des Nev. Pisco  Mühsam klettern wir über die Moränen

 Um 9 Uhr stehen wir am Gipfel des Nev. Pisco, 5760 m  Meerschweinchenessen "Guy picante"

19. Tag - Zum High Camp, 5000 m, 4.5 Std. - 13.8.01
Nach einem kühlen Frühstück starten wir um 8.30 Uhr Richtung "Refugio Peru". Auf dem Weg bieten sich herrliche Ausblicke ins Huascaran Massiv. Wir sind in ca. 2 Std. am Refugio einer Steinhütte, wie in den Alpen, 4665 m. Wir packen um, da der Gepäckesel nicht bis zum Moränencamp gehen kann. Der Weiterweg ist mühsam. Über steilen Moränenschutt und Blockwerk gelangen wir langsam höher. Nur gut, dass wir hier oben übernachten und den ganzen Weg nicht bei Dunkelheit mit Stirnlampen gehen müssen. Hätten auch nicht gedacht, dass wir an diesem Modeberg völlig alleine sind. Um fünf gibt es schon Abendessen, bereits um 18.00 Uhr liegen wir in den Schlafsäcken.

20. Tag - Zum Gipfel Nev. Pisco, 5760 m - Fahrt nach Huaraz - 14.8.01
Der Wecker piept um 3 Uhr. Martin macht uns noch Frühstück. Zuerst zur Moräne hoch, dann über Felsblöcke zum Gletscher. Die Sonne geht gerade auf. Jeder geht sein Tempo. Die letzten 20 m auf den Gipfel sichern wir noch. Nach 4 Stunden können wir dann die herrliche Aussicht auf fast alle Gipfel der Cordillera Blanca geniessen. Bereits um 9.30 Uhr sind wir wieder im Hochlager. Wir bekommen Tomatensuppe, Thunfisch und Pfirsiche zum 2. Frühstück - dann bauen wir ab. Gegen 15.15 Uhr sind wir wieder an der Strasse, wo das Abholauto bereits seit 14 Uhr wartet. Um 17.30 Uhr geniessen wir die lang ersehnte, heisse Dusche im "Hostal Colonia" .

21. Tag - Huaraz - 15.8.01
Ausschlafen ist die Devise. Gemütlich frühstücken mit Avocados, Wurst, Käse, Tomaten, etc. In die City zur Reinigung. Zum Mittagessen und Abendessen zu "Patricks". Treffen hier immer die gleichen "Gringos".

22. Tag - Huaraz - 16.8.01
Unser geplantes Ziel, den Huascaran, lassen wir mangels Motivation sausen. Obwohl die Verhältnisse ganz gut wären, Spalten zu, nicht so steil, nur starker Wind, aber wir haben keinen Antrieb mehr. Sind etwas ratlos.

23. Tag - Huaraz - 17.8.01
Marga und Ingrid wollen es heute wissen. Wer hier in Huaraz kein "Picante de Cuy" (Meerschweinchen) probiert, hat was verpasst. Ich esse lieber Forelle. Leider war die Forelle eine schlechte Wahl, so verbringe ich den nächsten Tag im Bett.

24. Tag - Huaraz - Ausflug nach Chavin - 18.8.01
Marga und Ingrid machen heute den geplanten Ausflug zu den Ruinen von Chavin de Huantar.

25. Tag - Fahrt von Huaraz nach Lima - 19.8.01
Wir verabschieden uns von Maruja und ihrem Team. Um 11 Uhr fahren wir mit der Busgesellschaft "Cruz del Sur", für 40 Soles nach Lima zurück. Um 17.30 Uhr sind wir wieder im vertrauten Hotel Kamana.

26. Tag - Lima - Flug nach Arequipa, 2325 m - 20.8.01
Nach dem Frühstück buchen wir einen Flug nach Arequipa für US $ 90.00, um 16.00 Uhr. Wir verabschieden Ingrid, sie fliegt heute nach Hause.
Bereits um 17.30 landen wir in Arequipa. Das Wetter ist bewölkt und es liegt viel Schnee auf den Bergen. Im Hotel Miamaka finden wir eine super-saubere, gepflegte und dennoch günstige Unterkunft für US $ 20.00.

27. Tag - Arequipa - 21.8.01
In der "weissen Stadt" herrscht eine koloniale Atmosphäre, wie etwa in Cusco. Wir ent-spannen unter den Arkaden der Plaza de Armas, besuchen das 400 Jahre alte Santa Catalina-Kloster und das kleine Museum um die Gletscher Mumie "Junanita" vom Opferberg Ampato. Die drei nahen Vulkane Misti, Pichu-Pichu und Chachani lassen schon wieder einige Gedanken ans Bergsteigen aufkommen.

28. Tag - Arequipa - 22.8.01
Marga hat gestern abend verdorbene Avocado mit Kartoffelsalat gegessen und eine schreckliche Nacht hinter sich. Für die Vulkane: Misti und Chachani wird unsere Zeit nicht mehr reichen. So entschliessen wir uns für den 6.000 er Chachani. Wir fragen bei mehreren Agenturen an. Sind uns aber schnell einig "Carlos Zarate Aventuras" macht den seriösesten Eindruck.

29. Tag - Arequipa - 23.8.01
Heute ist grosser Organisationstag. Zahlen bei Zarate US $ 80 pro Pers. für Transport, Führer und Verpflegung für den Chachani. Morgen soll es losgehn. Anschliesend besorgen wir die Tickets für den Nachtbus nach Nasca für 85 Soles, einen Flug über die Linien für US $ 40.- und die Besichtigung des Mumienfriedhofs von Chauchilla für US $ 10.-.

 Arequipa, die weisse Stadt, 2300 m  Blick auf Nev. Chachani, 6075 m

30. Tag - Fahrt zum BL - Chachani, 5000 m - Aufstieg auf 5300 m - 24.8.01
Wir werden um 9 Uhr abgeholt und fahren ca. 3 Std. Richtung Norden über einen Pass zwischen Misti und Chachani. Gleich hinter Arequipa nur noch Steinwüste und Ichugras. Bei 5000 m hört die Strasse auf. Unser Führer Arcadio trägt unser Zelt. Wir das Wasser für drei Personen. Zwei Stunden sind es noch zum Hochlager. Haben einen schönen Platz mit Steinmauern. Einige Amis mit Guide sind auch noch da. Für mich beginnt eine lange, schlaflose Nacht - immer diese Kopfwehberge.

31. Tag - Aufstieg zum Chachani, 6075 m - Fahrt nach Arequipa - 25.8.01
Um 4 Uhr früh gehen wir los. Es ist windstill und nicht sehr kalt. Je länger wir unterwegs sind, desto besser wird es mit meinen Kopfschmerzen. Nach gut einer Stunde sind wir im Eis und legen die Steigeisen an. Wir queren ziemlich lang in eine Scharte. Die Sonne geht langsam auf. Es ist in Supertag. Über steile Flanken und weitere Querungen kommen wir dem Gipfel langsam näher. Um 9.30 Uhr sind wir dann oben. Tolle Ausblicke hinunter nach Arequipa, zum Misti und zu den andern Vulkanen in der Ferne, Ampato und Coropuna. Hinunter heisst es nochmals aufpassen, die Querungen sind gut steil, dann nochmals ein Gegenanstieg in die Scharte, dann können wir die Steigeisen ablegen und sind in 30 Min. im Lager. Bis 14 Uhr soll unsere Auto kommen, wir sehen es schon von weitem. Laufen um 18 Uhr voller Dreck und Staub wieder im Hotel ein.

32. Tag - Arequipa - Nachtbus nach Nasca - 26.8.01
Heute ist nur relaxen angesagt. Um 21 Uhr geht der Bus nach Nasca.

33. Tag - Flug über die Linien - Bus nach Lima - 27.8.01
Gegen 4.45 Uhr sind wir in Nasca. Es ist noch stockdunkel. Wir warten noch bis 8 Uhr dann kommt ein Kleinbus mit weiteren Touris. Man fährt uns sofort zum kleinen Flugplatz. Früh morgens ist das beste Flugwetter, klar, kein Nebel und kein Wind. 30 Min. später sitzen wir bereits zu viert in der einmotorigen Sportmaschine. Der Pilot erklärt die Geoglyphen. Manche der Bilder sieht man ganz gut. Schon nach 30 Min. ist der Flug wieder vorbei. Schade - viel zu kurz!
Wir wollen heute noch nach Lima. Leider bekommen wir im Nachmittagsbus nur noch Stehplätze - toll! Wir haben aber Glück, in Ica werden einige Plätze frei - endlich sitzen. Obwohl der Bus ganz zügig fährt sind wir erst um 22 Uhr in Lima.

34. Tag - Lima - 28.8.01
Am Vormittag besichtigen wir das Nationalmuseum und fahren mit dem Taxi nach Miaflores. Schon fast ein muss am letzten Abend in Lima das "Rosa Nautica". Im märchenhaften Ambiente unter Palmen und Farngewächsen geniessen wir ein leckeres Abendessen.

35. Tag - Abflug Lima - Amsterdam - Nürnberg - 29.8.01
Gegen 19.55 Uhr verlassen wir Lima in Richtung Aruba und Amsterdam.

36. Tag - Ankunft Nürnberg - 30.8.01
Mit vielen Bildern im Kopf und um etliche Erlebnisse und Erfahrungen reicher, treffen wir am Samstag gegen 20.55 Uhr in Nürnberg ein.

© AD - Juni 2002

 Die langen Querungen sind bald geschafft.  Nev. Chachani, 6075 m


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